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Samstag, 20. Dezember 2008

Verbraucherwarnung: Volksstrom-Tarif von Bild.de und eprimo

Schon am Donnerstag, dem 18. Dezember 2008 berichtete die Online-Ausgabe des Nachrichtensenders "n-tv" über den angeblich so billigen "Volksstrom-Tarif", einer Aktion von Bild.de und eprimo, einem RWE-Discounter. Darin heißt es unter anderem:
"Ein Beispiel: Nehmen wir mal an, eine Familie in einem Einfamilienhaus verbraucht pro Jahr 3500 Kilowattstunden Strom. Der Jahrespreis für den Volksstrom beträgt laut Tarifcheck in Berlin 797,17 Euro. Der Arbeitspreis beträgt 20,49 Cent pro Kilowattstunde und der monatliche Grundpreis 6,67 Euro. Selbst wenn man den Jahresbonus von 80 Euro mit einrechnet, bleiben unterm Strich 717,17 Euro Kosten.

Würde man bei eprimo direkt bestellen, beträgt der monatliche Grundpreis ebenfalls 6,67 Euro, der Arbeitspreis aber nur 18,49 Cent pro Kilowattstunde. Der Bonus fällt dann zwar 20 Euro geringer aus, unterm Strich steht jedoch ein Jahrespreis unter Berücksichtigung des Bonus in Höhe von 667,19 Euro. Das sind knapp 50 Euro weniger als beim Volkstarif des gleichen Stromanbieters. Einziger Vorteil des Volkstarifs: Er bietet zusätzlich eine Preisgarantie bis Ende 2009. Doch auch die gibt es günstiger, wenn man einen Stromtarif-Vergleichsrechner bemüht. Das günstigste Angebot in Berlin beträgt 663 Euro mit einem Jahr Preisgarantie. Berücksichtigt wurden dabei natürlich keine Vorkasse-Tarife und auch keine Tarife, wo eine Kautionszahlung fällig wird.

Ein ähnliches Bild liefert auch Hamburg. 3500 Kilowattstunden kosten im Volkstarif 701,80 Euro, bei eprimo direkt sind es 661,79 Euro. In München sind es im Volkstarif 689,56 Euro, bei eprimo direkt 649,54 Euro. Die Stichproben sind natürlich nicht repräsentativ und es kann durchaus sein, dass es irgendwo in Deutschland ein Örtchen gibt, wo diese Skurrilität nicht zutrifft."
Unser Tipp: Erst vergleichen, dann abschließen!

Den kompletten n-tv-Artikel finden Sie hier: http://www.n-tv.de/1072923.html.
Das "Volksstrom-Tarif"-Angebot von Bild.de und eprimo finden Sie hier: http://www.bild.de/BILD/ratgeber/partner/2008/volks-strom/eprimo/strompreis-garantie.html.

Dienstag, 1. Juli 2008

Nürnbergs kuriose DM-Geschichte

Ein Sieger und ein Zweitplatzierter der letzten Deutschen Meisterschaft, die im Nürnberger Stadion ausgetragen wurde, sind bei den nationalen Titelkämpfen am kommenden Wochenende (5./6. Juli) wieder am Start und zählen zu den Favoriten. „Das kann gar nicht sein, denn bekanntlich waren die letzten Deutschen Meisterschaften in Nürnberg vor 60 Jahren. Diese Teilnehmer müssten also mindestens 80 Jahre alt sein“, werden Kenner der Sportgeschichte auf diese Aussage antworten. Dennoch handelt es sich um keine Fehlinformation.

Es ist zwar richtig, dass die letzten Deutschen Meisterschaften im damaligen Frankenstadion 1948 stattgefunden haben, aber es gab eine Besonderheit, die bewirkt hat, dass aktuelle Athleten von sich sagen können, sie wären schon bei Titelkämpfen im Frankenstadion am Start gewesen.

Die beiden Sportler, die gemeint sind, sind Tim Lobinger (LG Stadtwerke München) und Danny Ecker (TSV Bayer 04 Leverkusen). Jetzt dämmert es zumindest den Stabhochsprung-Statistikern: „Da war doch was vor zehn Jahren…“

Im Sommer 1998 feierte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) sein 100-jähriges Bestehen an seinem Gründungsort Berlin unter anderem mit der Deutschen Meisterschaft im Jahn-Sportpark. Die Fans erinnern sich, dass dies die Meisterschaften mit dem bisher schlechtesten Wetter und dadurch bedingt auch minimaler Zuschauerresonanz waren. Selbst Fachjournalist Gustav Schwenk, der bei allen Deutschen Meisterschaften seit dem Krieg vor Ort war, kann sich nicht erinnern, bei einer DLV-Meisterschaft schon einmal so viel Regen erlebt zu haben.

Es war an beiden Tagen völlig unmöglich, die Stabhochsprung-Wettbewerbe auszutragen. Deshalb wurde in Absprache mit den Teilnehmern entschieden, den Frauen-Wettbewerb fünf Wochen später in Riesa auszutragen (Siegerin Sabine Schulte mit 4,25 m) und den Männer-Wettbewerb bereits eine Woche später, also am 11. Juli 1998, im Rahmen des LIVE-Meetings in Nürnberg.

Alle für Berlin gemeldeten Stabhochspringer reisten also eine Woche später nach Nürnberg, trugen im Frankenstadion die Deutschen Meisterschaften 1998 ihrer Disziplin aus und fanden in der Frankenmetropole ideale Bedingungen vor. Es siegte Tim Lobinger mit übersprungenen 5,92 Metern vor Danny Ecker mit 5,80 Metern. Die weiteren Platzierten sind inzwischen nicht mehr aktiv im Wettkampfgeschehen dabei.

So ist zu erklären, dass noch vor zehn Jahren eine Deutsche Meisterschaft – wenn auch nur in einer Disziplin – in Nürnberg ausgetragen wurde. Beim diesjährigen Titelkampf, der für die Stabhochspringer am Samstag um
15.00 Uhr beginnt, wären Tim Lobinger und Danny Ecker wahrscheinlich mehr als glücklich, wenn sie die gleichen Platzierungen und Höhen erreichen könnten wie vor zehn Jahren.

Quelle: Deutscher Leichtathletik-Verband

Dienstag, 24. Juni 2008

Aktuelle Forsa-Studie unter Sportlehrern zur Fitness bei Jugendlichen

Im Kampf gegen mangelnde Fitness bei Jugendlichen sind Vereine und außerschulische Angebote notwendig.

Für Deutschlands Schülerinnen und Schüler sind außerschulische Angebote, sich zu bewegen und Sport zu treiben, von hoher Bedeutung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Studie, die im Auftrag der DAK und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) durchgeführt wurde. Befragt wurden 150 Sportlehrer der Sekundarstufen I und II. 91 Prozent von ihnen bewerteten dabei das gemeinsame Sporttreiben im Verein als „sehr gut“ bzw. „gut“ geeignet, um Schülern zu einem aktiveren Leben zu verhelfen. Neben einem abwechslungsreichen Sportunterricht halten die Lehrer außerschulische Angebote am Nachmittag damit für die beste Möglichkeit, Jugendliche zu Sport und Bewegung zu motivieren. Auch Sport-Angebote bei Events erhielten eine große Zustimmung (74 Prozent „sehr gut“ bzw. „gut“).

DLV-BewegungsCamp auf dem richtigen Weg

„Diese Studie bestätigt uns in unserem Engagement“, sagt DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop erfreut. „Gerade mit unserem Projekt DLV-BewegungsCamp, das im zweiten Jahr für 13 bis 17 Jahre alte Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Städten Deutschlands angeboten wird, setzen wir hier insbesonders auf außerschulische Bewegung in moderner Form und sind auf dem richtigen Weg, Jugendliche für mehr Bewegung im Alltag zu begeistern.“

Das DLV-BewegungsCamp, das auch in diesem Jahr zusammen mit Nike, der DAK und dem Organisationskomitee der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin (BOC) durchgeführt wird, bietet zehn
spannende Mitmach-Stationen mit attraktiven Lauf-, Sprung- und Wurfaufgaben. „Dabei wird den Jugendlichen in spielerischer Form vermittelt, wie viel Freude leichtathletische Bewegungsformen machen“,
erklärt Fred Eberle, DLV-Präsidiumsbeauftragter für Zukunftsfragen. „Es geht uns um das Erlernen von Schlüsselelementen des Laufens, Springens und Werfens. Was die Leichtathletik bietet ist im Grunde das Fundament jeder sportlichen Bewegung.“ Die Stationen werden auf zentralen Plätzen in sechs deutschen Großstädten aufgebaut. In dieser Woche ist das DLV-BewegungsCamp in Regensburg (24. Juni) und Nürnberg (26. Juni) zu Gast.

Schüler leiden unter mangelnder Fitness

In der Studie gaben 58 Prozent der Lehrer an, dass ihre Schüler im Sportunterricht „eher weniger fit“ (53 Prozent) bzw. „überhaupt nicht fit“ (5 Prozent) sind. Bemängelt wird vor allem die körperliche Leistungsfähigkeit und hier besonders die Ausdauer.

Nach Einschätzung der Lehrer werden die Schüler immer bequemer: 70 Prozent sind der Meinung, ihre Schüler treiben nach Schulschluss weniger Sport als Schüler vor zehn Jahren. Der DLV sieht es als seine Aufgabe an, dem entgegen zu wirken.

Die DLV-BewegungsCamps 2008:
Mainz: 29./30. April (Jockel-Fuchs-Platz)
Bochum: 05. Juni (Rathausvorplatz)
Regensburg: 24. Juni (Neupfarrplatz)
Nürnberg: 26. Juni (Jakobsplatz)
Leipzig: 18. September (Markt)
Berlin: 24. September (Alexanderplatz

Quelle: Deutscher Leichtathletik-Verband

Mittwoch, 4. Juni 2008

Bundesratsinitiative: 18. März soll nationaler Gedenktag werden

Bundesratsinitiative: 18. März soll nationaler Gedenktag werden

Aus der Sitzung des Senats am 3. Juni 2008:

Der 18. März soll zum nationalen Gedenktag zu Ehren des Geburtstages der Demokratie in Deutschland erklärt werden. Der Senat hat dazu heute auf Vorlage des Senators für Inneres und Sport, Dr. Ehrhart Körting, beschlossen, einen Entschließungsantrag beim Bundesrat einzubringen. Die sogenannte Märzrevolution im Jahr 1848 war Teil einer länderübergreifenden Bewegung und richtete sich gegen Fürstenwillkür und Absolutismus in den damaligen deutschen Kleinstaaten. Der 18. März 1848 ist mit den stattgefundenen Straßenkämpfen der Geburtstag der Demokratie in Deutschland und in der deutschen Geschichte zugleich ein Höhepunkt des Kampfes für ein freies parlamentarisches Leben.

Rückfragen: Sprecherin der Senatsverwaltung für Inneres und Sport,
Telefon: 9027-2730

Quelle: Pressedienst des Landes Berlin

Bundesratsinitiative zur Rücknahme der Erklärung der Bundesrepublik Deutschland von 1992 zur UN-Kinderrechtskonvention

Bundesratsinitiative zur Rücknahme der Erklärung der Bundesrepublik Deutschland von 1992 zur UN-Kinderrechtskonvention

Aus der Sitzung des Senats am 3. Juni 2008:

Die bei den Vereinten Nationen hinterlegte Vorbehaltserklärung der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes - UN-Kinderrechtskonvention - soll unverzüglich zurückgenommen werden. Der Senat hat heute auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit beschlossen, gemeinsam mit den Ländern Bremen und Rheinland-Pfalz die Bundesregierung im Rahmen einer Bundesratsinitiative dazu aufzufordern. Zahlreiche kirchliche und menschenrechtlich tätige Organisationen, Verbände des Kinderschutzes sowie prominente Einzelpersonen aller politischen Richtungen - unter anderen Bundestagspräsidentin a. D. Rita Süssmuth und Bundesminister a. D. Heiner Geißler - wenden sich immer wieder an Bund und Länder mit dem Ziel, die Vorbehaltserklärung aufzuheben. Die Bundesregierung sieht sich dazu aus formalen Gründen außerstande, solange nicht alle Länder ihr Einverständnis hierfür erklären. Die unionsregierten Länder sind daher aufgerufen, ihre Blockadehaltung unverzüglich aufzugeben.

Die UN-Kinderrechtskonvention ist am 5. April 1992 in Deutschland in Kraft getreten. Allerdings hatte die Bundesregierung am 6. März 1992 bei den Vereinten Nationen eine Erklärung abgegeben, wonach das Übereinkommen als völkerrechtliche Staatenverpflichtung innerstaatlich keine unmittelbare Anwendung finde. Die Erklärung enthält darüber hinaus Interpretationen dazu, wie Bestimmungen des Übereinkommens im Verhältnis zu einigen Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts, z.B. das elterliche Personensorgerecht, die Strafverfolgung, die Einreise und den Aufenthalt betreffend, auszulegen seien. Durch Änderungen im Kindschaftsrecht besteht seit 1992 ein Teil der Vorbehalte nicht mehr. Auch bezüglich aufenthaltsrechtlicher Aspekte für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind die Vorbehalte der Erklärung durch Änderungen im Aufenthalts- und Zuwanderungsrecht in den vergangenen Jahren obsolet geworden. Die Gefahr missverständlicher Interpretationen des Abkommens besteht nicht mehr.

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 ist bis auf die USA und Somalia von allen Ländern ratifiziert worden. Sie definiert Kinder als Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und legt
wesentliche Schutzstandards fest. Die vier elementaren Grundsätze der Konvention betreffen Überleben und Entwicklung, die Nichtdiskriminierung, die Wahrung der Interessen der Kinder und deren Beteiligung am gesellschaftlichen Leben. Als "Grundrechte" definiert sind die Rechte auf Gesundheit, Bildung, Freizeit, Erholung und Betreuung. In einem Zusatzprotokoll wird die Rekrutierung von Kindersoldaten geächtet.

Rückfragen: Sprecher des Senats, Telefon: 9026-3200

Quelle: Pressedienst des Landes Berlin

Donnerstag, 22. Mai 2008

22.5.2008 - Demokratie?

Kommentar. Die Unionsparteien und die FDP finden es gut, dass Bundespräsident Köhler noch einmal kandidieren möchte. Dürfen sie.

Unionsparteien und FDP fordern die SPD auf, keinen Gegenkandidaten aufzustellen.

Was soll das denn?!? Diktieren sich jetzt die Parteien gegenseitig das Wahlverhalten?

Zu DDR-Zeiten gab es eine Liste zur Abstimmung: den Demokratischen Block. Möchten die Unionsparteien und die FDP (Wer bitte, ist die FDP?) jetzt einen "demokratischen" Einheitskandidaten - ihren Horst Köhler?

Demokratie lebt von Alternativen. Wenn Alternativen nicht mehr gewünscht sind, rufen wir die Diktatur aus, erklären die Parteien für abgeschafft ("Ich kenne keine Parteien mehr - ich kenne nur noch Deutsche!") und ...

HALT! Hatten wir das nicht schon einmal? Wollen wir das wirklich wieder?

Schauen wir den oben genannten Parteien auf die Finger - es ist Böses im Anmarsch, wenn solch' Verhalten hoffähig würde!

Freitag, 31. August 2007

31.8.2007 - Sprachpanscher des Jahres

Dortmund. Der allgemein unbekannte und deshalb auf spektakuläre Aktionen angewiesene Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) des Statistikprofessors Walter Krämer hat "wieder einmal" die Deutsche Bahn abgestraft, die "sich von der deutschen Sprache verabschiedet" habe. Da es aber beim VDS Sitte ist, nicht Körperschaften, sondern Personen zu verunglimpfen, ist also der derzeitige Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn der "Begünstigte". Nun sind wir uns alle darüber einig, dass wir manchmal zu viele Anglizismen verwenden. Einig sind wir uns auch, dass wir etwas dagegen tun müssen. Ich persönlich war immerhin selbst Vollmitglied im VDS und bin immer noch Wortpate zweier wunderbarer deutscher Worte. Das war und ist mir wichtig.

Aber was gewinnen wir, wenn wir anfangen, Menschen an den Pranger zu stellen?

Jil Sander hat einmal in einem live ausgestrahlten Interview in freier Rede relativ (nein - fast nur) Anglizismen verwendet, größtenteils fachspezifische. Als in der ganzen Welt aktive Modeschöpferin denkt sie wahrscheinlich in solchen Begriffen. Der VDS gießt in allerschönster Boulevard-Manier den ganzen Kübel seiner Verachtung über sie und kürt sie zum "Sprachhunzer" des Jahres 1997. Aber zurück zu Hartmut Mehdorn, dem diesjährigen Preisträger. In der Laudatio heißt es: "Die weltweit über 30.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. haben Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, zum Sprachpanscher des Jahres 2007 gewählt. Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn damit bereits der zweite Bahn-Chef, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden ist. 'Leider hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt' kommentierte Vereinsvorsitzender Krämer das Ergebnis dieser Wahl. 'Noch immer gibt es an deutschen Bahnhöfen counter statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft und zum Pinkeln muß man zu McClean'." Counter? An keinem Fahrkartenschalter steht "Counter"! Nur in internen Publikationen der für das Markendesign verantwortlichen Abteilung gibt es "Counter". Und in einem Faltblatt für das bahn.comfort-Angebot habe ich auch mal dergleichen gelesen. Ich weiß also nicht, woher Krämer bei der Bahn einen "Counter" gesehen haben will. Da er die Bahn ja so zu hassen scheint, wird er sich ja wohl nicht entblöden, mit ihr zu fahren, und dann noch ausgerechnet in der 1. Klasse! DB Service Point? Richtig, die heißen so. Aber die allermeisten Reisenden wissen damit etwas anzufangen (Krämer und Konsorten ausgenommen, die stellen sich absichtlich dumm). Und unter besagtem Johannes Ludewig gab es die DB Service Points noch nicht. Hier wird durch Krämer Kontinuität suggeriert. Und McClean?!? Jetzt hat Krämer den Vogel abgeschossen. Nicht etwa die WC-Center werden bemängelt. Nein, jetzt ist Hartmut Mehdorn persönlich dafür haftbar zu machen, dass die Schweizer Firma, die die Bahnhofstoiletten bewirtschaftet, "McClean" heißt. Und nächstes Jahr bekommt Hartmut Mehdorn noch einmal den Preis, weil die Bahnhofsrestaurants "McDonald's" heißen. In der Laudatio wird es heißen: "... und zum Essen muß man zu McDonald's". Fassen wir also zusammen: Das "Urteil" wird mit drei Anglizismen begründet. Einer taucht so gut wie nie auf, einer ist berechtigt (wenn man Anglizismen für das Böse in der Welt hält), einer ist ein Eigenname. Klasse gemacht! Bei so viel Inkompetenz, Uninformiertheit und Subjektivität stellt sich der Verein des notorischen Cholerikers Krämer selbst ins Abseits1). Ich persönlich bin froh, dass ich meine sprachpflegerischen Aktivitäten nicht mehr unter den erdrückenden "Fittichen" des VDS entfalte, sondern in einem der anderen "Penner-Vereine" (O-Ton Krämer). Der VDS ist nicht mehr ernst zu nehmen.

1) Nein, tut er nicht. Da ist er schon.